Unrichtigkeit einer ärztlichen Dokumentation; Beweislast

OLG Köln, Beschluss vom 14.04.2014, Az.: 5 U 117/13

 

Eine ärztliche Dokumentation gilt als richtig, wenn ihr Inhalt plausibel und in sich stimmig sowie zu anderen Eintragungen passend ist und wenn sie sich äußerlich wie inhaltlich in die sonstigen vorherigen und nachfolgenden Eintragungen fügt. Dem Patienten bleibt zwar die Möglichkeit, die Unrichtigkeit der Dokumentation geltend zu machen. Der Patient trägt dann aber die Beweislast für eine unrichtige Dokumentation. Er muss das Gericht also von einer geltend gemachten Unrichtigkeit der Dokumentation zweifelsfrei überzeugen.